Glücklich im Beruf: Wie Positive Psychologie im Joballtag helfen kann.

Viele Termine, der Chef macht Druck, kein Urlaub in Sicht – sind wir im Job gestresst und frustriert, werden wir unzufrieden und leisten weniger. Auch sind wir dann weniger motiviert, der Spaß geht verloren, die Arbeit erscheint uns stumpfsinnig.
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Frau am Arbeitsplatz
Foto: © Jacob Lund – stock.adobe.com

Wir könnten aber auch glücklich sein: über das positive Feedback auf die jüngste Präsentation. Oder darüber, dass der Chef so großes Potenzial in uns sieht. Oder einfach, weil wir uns in der Kaffeepause so nett mit der Kollegin unterhalten haben.

Es ist menschlich, zuerst an das Negative zu denken. Das Problem: Es hält uns davon ab, zufrieden zu sein. Hier setzt die sogenannte Positive Psychologie an: Indem man sich auf das Positive fokussiert, kann man lernen, die Dinge in einem besseren Licht zu sehen.

Was ist Positive Psychologie?

Dr. Judith Mangelsdorf, die Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Positive Psychologie, bezeichnet die Forschungsrichtung als „die Wissenschaft des gelingenden und glücklichen Lebens“. Laut der Psychologin spielen diese positiven Aspekte auch im Job eine wesentliche Rolle. „Es ist belegt, dass Menschen, die eine hohe Arbeitszufriedenheit haben, engagierter und seltener krank sind“, sagt sie. Darüber hinaus sind wir kreativer und kommen schneller zu Lösungen, wenn wir glücklich sind. 

Drei hilfreiche Übungen aus der Positiven Psychologie

Glück und Zufriedenheit im Job kann man lernen. Sie beruhen auf unseren Gewohnheiten, Entscheidungen und vor allem darauf, die eigenen Stärken zu kennen und einzusetzen. Wir sind also im wahrsten Sinne unseres Glückes Schmied. Die Positive Psychologie bietet viele Übungen, die Ihnen – regelmäßig angewendet – helfen, auch im Job zufriedener zu werden. Hier drei Beispiele:

Übung 1: Das Gute des Tages sehen

Nehmen Sie sich dafür nach Ihrer Arbeit fünf Minuten Zeit. Schreiben Sie auf, für welche drei Dinge Sie heute bei der Arbeit dankbar sein können. Notieren Sie sich einen bedeutenden Moment und fragen Sie sich: Was hat mich heute beflügelt? „Es ist hilfreich, den Blick darauf zu lenken, was an Ihrer Arbeit bereits gut ist“, sagt Psychologin Judith Mangelsdorf. „So werden Sie sich über den Sinn Ihrer Arbeit und Ihre Stärken bewusst.“

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Übung 2: Die WOOP-Technik

Bei der WOOP-Technik geht es vor allem um das Erreichen von (beruflichen) Zielen. WOOP steht für Wish, Outcome, Obstacle, Plan. Für die Übung suchen Sie sich einen Ort, an dem Sie ungestört sind. Nehmen Sie sich Zeit und gehen Sie in sich. Versuchen Sie, Ihr Ziel bildlich vor sich zu sehen. Nach ein paar Minuten stellen Sie sich mögliche Hindernisse vor und entwickeln einen Plan. Die Übung soll dafür sorgen, dass Sie Ihre Ziele weniger gestresst und engagierter verfolgen können. „Um Ziele zu verwirklichen, ist die WOOP-Methode eines der besten Instrumente der Positiven Psychologie“, sagt Judith Mangelsdorf.

Übung 3: Der „Mini-Urlaub“

Nehmen Sie sich jeden Tag 20 Minuten Zeit und machen Sie „Mini-Urlaub“. Das geht so: Schreiben Sie sich vorab bis zu 30 Aktivitäten auf, die jeweils etwa 20 Minuten dauern und die für Sie angenehm und erholsam sind. „Zum Beispiel ein heißes Bad, einen Kaffee in der Sonne trinken oder mit einer Freundin telefonieren“, schlägt Mangelsdorf vor. Diese 20 Minuten sollten Sie täglich fest einplanen. Aus Ihrer Liste können Sie dann aussuchen, was Sie am liebsten tun wollen. So nehmen Sie sich jeden Tag ein wenig Zeit für Entspannung und Genuss und werden im Alltag  zufriedener.

Wer die Stressbewältigung nicht alleine schafft, muss keine Scheu haben, Unterstützung zu suchen: Der PsychCoach hilft schnell und unbürokratisch in belastenden Situationen. Diesen und viele weitere Services können Sie mit einer privaten Krankenversicherung der Allianz nutzen. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

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