Klarträumen: Wie Sie im Schlaf Ihre Motorik verbessern und Probleme lösen können

Nachts produktiv sein, ohne sich am nächsten Morgen völlig erschöpft und übermüdet zu fühlen – in einem Klartraum ist das tatsächlich möglich. Was es mit dieser speziellen Form des „luziden Träumens” auf sich hat und wie Sie diese Technik für sich nutzen können, erfahren Sie hier.
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Mann schlafend
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(Lesezeit: 3 Minuten)
 

Was sind Klarträume?

Solche Träume erleben wir, wenn uns bewusst wird, dass wir träumen. In diesem Zustand können wir uns nicht nur erinnern, was wir zuvor gemacht haben. Wir wissen auch, wo wir gerade sind. Und wir können den Traum sogar beeinflussen. Unter Wasser atmen, über eine Stadt fliegen oder eine Figur aus einem Film treffen – alles kein Problem. Das Phänomen nennt man wissenschaftlich „luzides Träumen” (von lateinisch lux, lucis für „Licht”).  Man schätzt, dass mehr als 50 Prozent der Erwachsenen schon einmal luzide geträumt haben. Doch wie kommt es eigentlich zu einem Klartraum? Im Unterschied zu „normalen“ Träumen, in denen wir der Handlung hilflos ausgeliefert sind, ist das Logikzentrum während eines luziden Traums aktiv. Genauer ist es wohl eine Region im Stirnhirn, die dafür sorgt, dass wir Erlebtes reflektieren. Ist diese Region auch im Schlaf aktiviert, kann sich der Träumende seines Traums bewusst werden.

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Klarträumen hat viele Vorteile

Weltweit haben sich Psychologen, Neurologen und Sportwissenschaftler intensiv mit dem luziden Träumen beschäftigt. Ihr Ergebnis: Klarträume sind nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht interessant, sondern bringen auch viele Vorteile mit sich. Etwa bei der Lösung kreativer Herausforderungen, der Bewältigung von Problemen, oder auch um motorische Fähigkeiten zu lernen und zu verbessern.

 

  1. Kreativität steigern

    Klarträume bieten nicht nur die Möglichkeit, nachts ein bisschen Spaß zu haben. Viele nutzen diesen Zustand auch, um ihre Kreativität anzuregen. Denn in Traumwelten ist theoretisch alles möglich. Das kann bei der Lösung kreativer Probleme helfen und neue Impulse für Erfindungen, Kunstwerke oder auch Präsentationen geben.

 

  1. Belastende Situationen bewältigen

    Auch wenn wir gestresst sind oder ein schlimmes Erlebnis hatten, kann uns Klarträumen dabei helfen, mit der Belastung umzugehen. Haben Sie etwa einen Alptraum und erkennen ihn als solchen, können Sie das Geschehen verändern und stattdessen etwas Schönes träumen. Natürlich erhöht das auch Ihre Schlafqualität. Ebenso kann ein bewusst erlebter Alptraum aber auch bei der Bewältigung von Ängsten helfen, da man sich diesen nun stellen kann, ohne echte Konsequenzen fürchten zu müssen.

 

  1. Motorik verbessern und sportliche Fähigkeiten ausbauen

    Im Traum trainieren und im Wachzustand besser werden – klingt seltsam, funktioniert aber tatsächlich. Sportwissenschaftler in Bern und Heidelberg konnten belegen, dass Sportler im Klartraum Bewegungsabläufe lernen und gezielt perfektionieren können. Besonders bei riskanten Sportarten wie Stabhochsprung, Turnen oder Turmspringen ist das Trainieren im Traum eine gute Möglichkeit, um verletzungsfrei Fortschritte zu machen. Und auch bei längeren Trainingsausfällen kann das Üben im Traum helfen. Im Grunde ähnelt es einem mentalen Training, fühlt sich jedoch realer an. Professor Daniel Erlacher von der Universität Bern geht sogar davon aus, dass die Übungen im Traum hirnphysiologisch als gleichwertig zu realen Bewegungen betrachtet werden können.
schlafende Frau mit Wecker
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Wie lerne ich Klarträumen?

Es gibt nur sehr wenige Menschen, die regelmäßig und ohne Übung luzide träumen können. Die Kunst des Klarträumens muss von den meisten also erst einmal gelernt werden. Die folgenden Methoden sind wissenschaftlich erprobt und gelten momentan als effektivste Vorgehensweise, um Träume bewusst zu erleben.

  • Wichtig ist vor allem, dass Sie sich intensiv mit Ihren Träumen befassen. Führen Sie dafür ein Traumtagebuch und schreiben direkt nach dem Aufwachen auf, woran Sie sich erinnern.
  • Hilfreich sind auch sogenannte Realitätschecks: Stellen Sie sich über den Tag verteilt mehrmals die Frage „Träume ich?“ und prüfen Ihre Umgebung auf Unregelmäßigkeit. Wird dies allmählich zur Routine, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich diese Frage auch im Traum stellen. Versuchen Sie zudem zu atmen, während Sie Mund und Nase zuhalten. Bekommen Sie trotzdem Luft, haben Sie ebenfalls Gewissheit, dass Sie träumen.
  • Ebenso nützlich ist die „Wake-Back-To-Bed-Methode“: Stellen Sie Ihren Wecker so, dass Sie sechs Stunden lang schlafen. Bleiben Sie dann etwa eine Stunde wach und fokussieren Sie sich nur darauf, was Sie träumen wollen. Sagen Sie zu sich selbst: „in meinem nächsten Traum, werde ich merken, dass ich gerade träume.“ Danach legen Sie sich noch einmal schlafen.

Und keine Sorge, falls Sie nach ein paar Tagen noch nicht klarträumen können – häufig dauert es auch mehrere Wochen oder sogar Monate, bis man seinen ersten luziden Traum erlebt.

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