Wie digitale Technologie unserer Gesundheit schaden kann

Wer ständig Smartphone, Tablet oder Computer benutzt, kann davon ernsthaft krank werden. Ärzte sprechen dann etwa von einem “Handy-Nacken” oder einem “SMS-Daumen”. Was es mit solchen Technik-Krankheiten auf sich hat und wie Sie diese vermeiden können, erfahren Sie hier.
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Geschäftsmann benutzt Tablet
Foto: ©SFIO CRACHO - stock.adobe.com
(Lesezeit: 3 Minuten)

 

Nicht nur in unserem Privatleben, auch in der heutigen Arbeitswelt hat die digitale Technologie einen festen Platz. Wir schreiben unterwegs Mails auf dem Smartphone, erledigen Aufträge zu Hause am Laptop, und im Büro kauern wir ohnehin dauernd vor dem PC. Der Job begleitet uns, wo immer wir auch sind. Wenn wir aber ständig Mobiltelefon, Tablet oder Computer nutzen, kann das gesundheitliche Folgen haben. Dazu gehören nicht nur psychische Erkrankungen wie etwa das Burnout-Syndrom, sondern auch körperliche Beschwerden. Weit verbreitet sind zum Beispiel der sogenannte Handy-Nacken, die Tablet-Schulter oder auch der SMS-Daumen. Darüber hinaus ist das Handy auch noch ein echter Schlafkiller. Wir erklären, was hinter diesen Technik-Krankheiten steckt und wie Sie diesen vorbeugen können.

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1. Handy-Nacken

Wenn wir ein Smartphone benutzen, senken wir oft den Kopf, was dauerhaft die Wirbelsäule belastet. Denn ist der Kopf nach vorne geneigt, wird der Rücken je nach Neigungswinkel mit zusätzlichen 10 bis 20 Kilogramm belastet. Viele Muskeln im Hals- und Rückenbereich werden dadurch überdehnt oder dauernd angespannt. Für die Halswirbel ist diese Haltung ebenfalls schädlich. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass wir im Schnitt alle zwölf Minuten unser Smartphone in die Hand nehmen. Kein Wunder also, dass irgendwann Kopf und Nacken schmerzen. Und nicht nur das: Auch Fehlhaltungen, ein Bandscheibenvorfall und eine verstärkte Abnutzung der Wirbelsäule sind mögliche Folgen.

Ein Handy-Nacken lässt sich aber einfach vermeiden. Dafür sollten Sie Ihr Smartphone so halten, dass Sie den Kopf nicht senken müssen, um das Display zu sehen. Wenn Sie telefonieren, nehmen Sie die Freisprechanlage oder ein Headset. Zudem wäre eine Pause nach 15 Minuten ratsam, um den Nacken ein wenig zu entspannen. Zusätzlich können Sie den Kopf abwechselnd nach rechts und links neigen, bis Sie ein Ziehen im Nacken spüren. Auch Aktivitäten wie Yoga oder Pilates sind hilfreich.

2. Tablet-Schulter

Bereits vor Jahren stellten Forscher an der Universität Harvard fest, dass eine exzessive Nutzung von Tablets schlecht für die Schultergelenke ist. Die Gelenke würden dabei nicht ausreichend bewegt und die Schultern ungünstig oder einseitig belastet. Die Muskeln werden zudem mit der Zeit verkürzt und die Sehnen dauerhaft strapaziert. Das kann zu sehr unangenehmen Schmerzen führen. Erkennbar ist so eine „Tablet-Schulter“ auch daran, dass es wehtut, wenn man die Jacke anzieht oder die Arme hebt. Allerdings kann nur ein Arzt dies genau feststellen.

Um einer Tablet-Schulter vorzubeugen, sollten Sie nach 15 Minuten Nutzung eine Pause machen. Entspannen Sie Ihren Körper mit Auflockerungsübungen, zum Beispiel Schulterkreisen. Sie können eine einseitige Belastung der Schultern vermeiden, wenn Sie zwischendurch die Hand wechseln, mit der Sie das Tablet bedienen. Als ausgleichenden Sport empfehlen wir zudem Rückenschwimmen. Auch Kraftübungen, die oberen Rücken und Schultern stärken, sind eine gute Prävention: Dazu zählen Klimmzüge und Liegestütze.

3. SMS-Daumen

Bei der Bedienung eines Smartphones sind wir besonders auf den Daumen angewiesen. Mit ihm tippen und wischen wir auf dem Bildschirm herum, wenn wir Nachrichten schreiben oder auf Mails antworten. Wer sein Smartphone intensiv nutzt, riskiert im schlechtesten Fall eine Sehnenscheidenentzündung – den „SMS-Daumen“. Betroffen ist hierbei die Strecksehne, die vom Unterarm bis zum Daumen führt. Diese schwillt bei Überlastung so sehr an, dass Sie den Daumen nur noch schwer und mit Schmerzen bewegen können. Oft fühlt sich die betroffene Stelle warm und verhärtet an. Wer die Symptome ignoriert, riskiert chronische Beschwerden.

Zur Entlastung Ihres Daumens könnten Sie für Nachrichten auch andere Finger verwenden. Oder Sie tippen gar nicht auf dem Handy, sondern nutzen die Diktierfunktion oder versenden Sprachnachrichten. Beliebte Tools wie WhatsApp oder Facebook Messenger gibt es zudem auch als Desktop-Apps. Wie schon bei der Tablet-Schulter und dem Handy-Nacken empfiehlt sich auch hier, regelmäßig Pausen einzulegen. Dehnen und lockern Sie zudem zwischendurch Ihre Handgelenke.

Frau im Bett liegend mit Handy
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4. Schlafkiller Handy

Ein letztes Mal Mails checken, eine Gute-Nacht-SMS oder Online-Shopping vom Bett aus: Viele benutzen ihr Smartphone auch noch unmittelbar vor dem Schlafengehen. Doch das Licht des Bildschirms stört den Biorhythmus. Denn die Wellenlängen des Lichts, das von der Display-Beleuchtung ausgeht, sind dem Tageslicht sehr ähnlich. Das wiederum bremst die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Die Folge: Wir werden weniger schnell müde, schlafen schlechter und fühlen uns am Tag drauf gerädert. Dauerhafter Schlafmangel kann zudem schwerwiegende gesundheitliche Probleme mit sich bringen. Daher raten Experten, Smartphones, Tablets und Laptops ab 22 Uhr oder eine Stunde vor dem Schlafengehen auszuschalten.

 

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