Wie digitale Technologie unserer Gesundheit schaden kann

Wer ständig Smartphone, Tablet oder Computer benutzt, kann davon ernsthaft krank werden. Ärzte sprechen dann etwa von einem “Handy-Nacken” oder einem “SMS-Daumen”. Was es mit solchen Technik-Krankheiten auf sich hat und wie Sie diese vermeiden können, erfahren Sie hier.
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Wie digitale Technologie unserer Gesundheit schaden kann

Geschäftsmann benutzt Tablet
Foto: ©SFIO CRACHO - stock.adobe.com
(Lesezeit: 3 Minuten)

 

Nicht nur in unserem Privatleben, auch in der heutigen Arbeitswelt hat die digitale Technologie einen festen Platz. Wir schreiben unterwegs Mails auf dem Smartphone, erledigen Aufträge zu Hause am Laptop, und im Büro kauern wir ohnehin dauernd vor dem PC. Der Job begleitet uns, wo immer wir auch sind. Wenn wir aber ständig Mobiltelefon, Tablet oder Computer nutzen, kann das gesundheitliche Folgen haben. Dazu gehören nicht nur psychische Erkrankungen wie etwa das Burnout-Syndrom, sondern auch körperliche Beschwerden. Weit verbreitet sind zum Beispiel der sogenannte Handy-Nacken, die Tablet-Schulter oder auch der SMS-Daumen. Darüber hinaus ist das Handy auch noch ein echter Schlafkiller. Wir erklären, was hinter diesen Technik-Krankheiten steckt und wie Sie diesen vorbeugen können.

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1. Handy-Nacken

Wenn wir ein Smartphone benutzen, senken wir oft den Kopf, was dauerhaft die Wirbelsäule belastet. Denn ist der Kopf nach vorne geneigt, wird der Rücken je nach Neigungswinkel mit zusätzlichen 10 bis 20 Kilogramm belastet. Viele Muskeln im Hals- und Rückenbereich werden dadurch überdehnt oder dauernd angespannt. Für die Halswirbel ist diese Haltung ebenfalls schädlich. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass wir im Schnitt alle zwölf Minuten unser Smartphone in die Hand nehmen. Kein Wunder also, dass irgendwann Kopf und Nacken schmerzen. Und nicht nur das: Auch Fehlhaltungen, ein Bandscheibenvorfall und eine verstärkte Abnutzung der Wirbelsäule sind mögliche Folgen.

Ein Handy-Nacken lässt sich aber einfach vermeiden. Dafür sollten Sie Ihr Smartphone so halten, dass Sie den Kopf nicht senken müssen, um das Display zu sehen. Wenn Sie telefonieren, nehmen Sie die Freisprechanlage oder ein Headset. Zudem wäre eine Pause nach 15 Minuten ratsam, um den Nacken ein wenig zu entspannen. Zusätzlich können Sie den Kopf abwechselnd nach rechts und links neigen, bis Sie ein Ziehen im Nacken spüren. Auch Aktivitäten wie Yoga oder Pilates sind hilfreich.

2. Tablet-Schulter

Bereits vor Jahren stellten Forscher an der Universität Harvard fest, dass eine exzessive Nutzung von Tablets schlecht für die Schultergelenke ist. Die Gelenke würden dabei nicht ausreichend bewegt und die Schultern ungünstig oder einseitig belastet. Die Muskeln werden zudem mit der Zeit verkürzt und die Sehnen dauerhaft strapaziert. Das kann zu sehr unangenehmen Schmerzen führen. Erkennbar ist so eine „Tablet-Schulter“ auch daran, dass es wehtut, wenn man die Jacke anzieht oder die Arme hebt. Allerdings kann nur ein Arzt dies genau feststellen.

Um einer Tablet-Schulter vorzubeugen, sollten Sie nach 15 Minuten Nutzung eine Pause machen. Entspannen Sie Ihren Körper mit Auflockerungsübungen, zum Beispiel Schulterkreisen. Sie können eine einseitige Belastung der Schultern vermeiden, wenn Sie zwischendurch die Hand wechseln, mit der Sie das Tablet bedienen. Als ausgleichenden Sport empfehlen wir zudem Rückenschwimmen. Auch Kraftübungen, die oberen Rücken und Schultern stärken, sind eine gute Prävention: Dazu zählen Klimmzüge und Liegestütze.

3. SMS-Daumen

Bei der Bedienung eines Smartphones sind wir besonders auf den Daumen angewiesen. Mit ihm tippen und wischen wir auf dem Bildschirm herum, wenn wir Nachrichten schreiben oder auf Mails antworten. Wer sein Smartphone intensiv nutzt, riskiert im schlechtesten Fall eine Sehnenscheidenentzündung – den „SMS-Daumen“. Betroffen ist hierbei die Strecksehne, die vom Unterarm bis zum Daumen führt. Diese schwillt bei Überlastung so sehr an, dass Sie den Daumen nur noch schwer und mit Schmerzen bewegen können. Oft fühlt sich die betroffene Stelle warm und verhärtet an. Wer die Symptome ignoriert, riskiert chronische Beschwerden.

Zur Entlastung Ihres Daumens könnten Sie für Nachrichten auch andere Finger verwenden. Oder Sie tippen gar nicht auf dem Handy, sondern nutzen die Diktierfunktion oder versenden Sprachnachrichten. Beliebte Tools wie WhatsApp oder Facebook Messenger gibt es zudem auch als Desktop-Apps. Wie schon bei der Tablet-Schulter und dem Handy-Nacken empfiehlt sich auch hier, regelmäßig Pausen einzulegen. Dehnen und lockern Sie zudem zwischendurch Ihre Handgelenke.

Frau im Bett liegend mit Handy
Foto: ©DimaBerlin - stock.adobe.com

4. Schlafkiller Handy

Ein letztes Mal Mails checken, eine Gute-Nacht-SMS oder Online-Shopping vom Bett aus: Viele benutzen ihr Smartphone auch noch unmittelbar vor dem Schlafengehen. Doch das Licht des Bildschirms stört den Biorhythmus. Denn die Wellenlängen des Lichts, das von der Display-Beleuchtung ausgeht, sind dem Tageslicht sehr ähnlich. Das wiederum bremst die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Die Folge: Wir werden weniger schnell müde, schlafen schlechter und fühlen uns am Tag drauf gerädert. Dauerhafter Schlafmangel kann zudem schwerwiegende gesundheitliche Probleme mit sich bringen. Daher raten Experten, Smartphones, Tablets und Laptops ab 22 Uhr oder eine Stunde vor dem Schlafengehen auszuschalten.

 

Doch was tun, wenn der Schmerz bleibt oder immer wieder auftritt? Die Allianz Private Krankenversicherung bietet ihren Kunden kostenfrei eine individuelle telefonische Begleitung an, die speziell auf die Bedürfnisse von Patienten mit chronischen Schmerzen ausgerichtet ist. Ein persönlicher Coach unterstützt Betroffene im täglichen Umgang mit ihrer Erkrankung und beantwortet ihre Fragen. Mehr zu unserem Service „Mein SchmerzCoach“ erfahren Sie hier.

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Bedeutung Puls und Wattwert

Digitalisierung ist auch im Sport, insbesondere im Leistungssport, nicht mehr wegzudenken. Jan erklärt in diesem Video, wie er z.B. beim Radfahren einen Wattmesser einsetzt und worauf man bei der Interpretation der gemessenen Werte achten sollte.
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Bedeutung Puls und Wattwert

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Jan ist digital unterwegs, um Bestleistungen zu bringen. Auch Sie können das nutzen. Denn wir bieten Ihnen zahlreiche moderne, digitale Services, um gesund und leistungsfähig zu bleiben, z.B. Vivy, Ihre digitale Gesundheitsassistentin. Sie erinnert Sie z.B. an Impf- und Vorsorgetermine, bietet auf Wunsch individuelle Bewegungs- und Ernährungstipps und vieles mehr. Reinschauen lohnt sich.

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Holen Sie das Maximum aus Ihrem Fitnesstracker

Sie sind entweder als Armband am Handgelenk oder als Chip am Körper befestigt: Fitnesstracker zählen die Schritte, messen den Puls und dokumentieren unsere Aktivitäten beim Sport und im Alltag. Sie motivieren nicht nur zu einem sportlicheren Leben, sondern machen selbst anstrengende Trainingseinheiten leichter.
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Holen Sie das Maximum aus Ihrem Fitnesstracker

Mann schaut auf Fitnesstracker beim Joggen
Foto: © Jacob Lund – stock.adobe.com

Erst sitzen wir acht Stunden auf dem Bürostuhl, danach noch im Auto oder in der Bahn. Im Berufsalltag bleibt oft wenig Zeit für Bewegung. Da können Fitnesstracker helfen, aktiver zu werden. Denn kaum tragen wir so einen Chip oder Armband an uns, sind wir viel motivierter, die Treppe zu nehmen, mit dem Rad in die Arbeit zu fahren oder nach Feierabend doch noch die Joggingschuhe anzuziehen. Schließlich belohnt uns der Fitnesstracker dafür, wenn er am Ende des Tages eine gute Leistungsbilanz anzeigt. Doch so ein Fitnesstracker hilft auch bei anderen Ambitionen als der sportlichen Selbstoptimierung.

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Einfach & digital mit der Allianz:
Kein nerviger Papierkram mit der Gesundheits-App

Wofür ist ein Fitnesstracker gut? Fünf Ziele, fünf Tipps

  1. Mehr Bewegung im Alltag
    Wer beruflich eingespannt ist und wenig Freizeit hat, der kommt selten dazu, Sport zu machen. Mit einem Fitnesstracker werden Ihnen aber auch die normalen Bewegungen im Alltag angezeigt. Besonders der Schrittzähler spornt an, öfter mal zu Fuß zu gehen und die Zahl Ihrer Schritte von Tag zu Tag zu steigern.

     
  2. Unterstützung beim Abnehmen
    Wer abnehmen möchte, braucht erstmal einen Überblick. Wie hoch ist die tägliche Zufuhr an Kalorien? Wie viele werden täglich verbrannt? Um das festzustellen, ist besonders die Herzfrequenz-Funktion eines Fitnesstrackers interessant. Diese ermittelt exakt Ihren Bedarf. Sobald Sie wissen, wie viele Kalorien Sie zu sich nehmen dürfen, um gesund abzunehmen, können Sie Ihre Mahlzeiten danach ausrichten. Spezielle Apps, die sich mit dem Tracker verbinden lassen, helfen dabei. Dort kann man jedes Gericht, das man gegessen hat, eintragen und behält so den Überblick.

     
  3. Besserer Schlaf
    Stress im Beruf, viel Verantwortung, wenig Ruhephasen – es kann viele Gründe für Schlafstörungen geben. Mit bestimmten Fitnesstrackern lassen sich die Schlafphasen kontrollieren und wichtige Rückschlüsse daraus ziehen. Manche Tracker haben die Funktion, Sie morgens in einer günstigen Schlafphase mittels Vibrationsalarm zu wecken – für einen erholten Start in den Tag.
Mann schlafend mit Fitnesstracker am Arm
Foto: © Andrey Popov – stock.adobe.com
  1. Trainingshelfer für einen Marathon
    Wer für einen Marathon trainiert, weiß, wie viel Disziplin und Durchhaltevermögen dafür nötig sind. Doch nicht nur eiserner Wille zählt beim Training, sondern auch eine kontinuierliche Leistungssteigerung. Der Tracker zeichnet Distanz, Schrittfrequenz und Geschwindigkeit des Läufers auf und liefert damit sichtbare Trainingsergebnisse.

     
  2. Übermittlung und Veröffentlichung der Trainingseinheiten
    Nach dem Training mit einem Fitnesstracker stehen alle Ergebnisse direkt online zur Verfügung. Sie können dann einem Trainer oder Arzt schnell und einfach übermittelt werden (so trainiert zum Beispiel auch Jan Frodeno). Ihr Coach sieht dann auf einen Blick, welche Ziele Sie bereits erreicht haben und wo noch Potenzial zur Verbesserung besteht. Sie können ihre Trainingsergebnisse auch digital mit Freunden oder der Familie teilen – das motiviert ungemein.

 

Suchen Sie noch die passende App, die Ihre Erfolge mit dem Fitnesstracker unterstützt? Vivy ist Ihre persönliche Gesundheitsassistentin. Einfach herunterladen, anmelden und einen persönlichen Gesundheitscheck machen. Dort bekommen Sie sogar Aufschluss über Ihr biologisches Alter sowie viele praktische Ratschläge, wie Sie Ihre Gesundheit verbessern können.

 

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Mit Apps gesund werden: Start-up-Gründer Konstantin Mehl über die Digitalisierung der Gesundheitsbranche

Immer mehr Unternehmen entwickeln digitale Angebote rund um das Thema Gesundheit. So auch das Start-up von Konstantin Mehl. Mit seiner App Kaia Health hat er die sogenannte „multimodale Therapie“ für chronische Rückenschmerzpatienten digitalisiert. Wie Kaia funktioniert und wie sich das Gesundheitswesen durch digitale Angebote verändert, erklärt der Jungunternehmer im Interview.
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Mit Apps gesund werden: Start-up-Gründer Konstantin Mehl über die Digitalisierung der Gesundheitsbranche

Bild zum Interview von bedya
Foto: © bedya– stock.adobe.com

Online-Sprechstunden, Medikamente-Apps und digitale Physiotherapie: Die Digitalisierung der Gesundheitsbranche scheint in vollem Gange. Warum ist das aus deiner Sicht eine gute Sache?

Therapien werden durch die Digitalisierung leichter zugänglich. Viel mehr Leute können jetzt die richtige Behandlung bekommen, ohne ewig auf einen Termin warten zu müssen. Mit Kaia haben wir zum Beispiel eine Rückenschmerztherapie digitalisiert, zu der bislang nur fünf Prozent der chronischen Rückenschmerzpatienten Zugang hatten. Die anderen 95 Prozent sind durch das Gesundheitssystem getingelt und haben Therapien gemacht, die ihnen auf lange Sicht nicht helfen konnten. Durch die App ist das jetzt anders.

 

Was denkst du: Welche ärztlichen Leistungen wird eine App wohl nicht ersetzen können?

In vielen Fällen können Apps keine Diagnose stellen. Zum Beispiel wenn du Röntgenbilder brauchst. Das wird man in absehbarer Zeit nicht mit dem Smartphone machen können. Bei Hautkrankheiten gibt es zwar schon Apps, die anhand von Fotos Diagnosen stellen, doch das Fernbehandlungsverbot macht solche Verfahren in Deutschland noch schwierig. So langsam lockert sich das aber. Im Grunde geht es nicht darum, den Arzt zu ersetzen, sondern ihm eine einfache Möglichkeit zu geben, eine hilfreiche Therapie zu verschreiben.

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Birgt es nicht auch Gefahren, wenn man sich selbst therapiert?

Die richtige Therapie sollte natürlich auch richtig ausgeführt werden. In unserer App wird der Krankheitsverlauf eines Patienten deshalb genau analysiert. Und wenn die digitale Therapie nicht ausreichen sollte, gibt die App sofort ein Signal, dass man wieder zum Arzt muss. Das heißt, der Patient bekommt mit Hilfe von Apps auch ein stärkeres Bewusstsein für seinen eigenen körperlichen Zustand.   

 

Was sind die Vorteile einer digitalen Therapie gegenüber einer klassischen? Kann eine App diese ersetzen?

Ein wichtiger Vorteil ist, dass eine digitale Therapie wie unsere dazu motiviert, auch außerhalb von Behandlungsterminen aktiv etwas für die Gesundheit zu tun. Kaia ist darüber hinaus auch ein Begleiter für längere Zeit. Patienten mit chronischen Krankheiten haben oft jahrelang Beschwerden. Und die Therapien, die man in der offenen Medizin macht, sind zeitlich leider sehr beschränkt. Eine App ist zu jeder Zeit und quasi an jedem Ort nutzbar. Im Endeffekt bieten wir eine Ergänzung für die korrekte Behandlung von lang anhaltenden Krankheiten. Keinen Ersatz.

 

Wie lernt man die Übungen und wie trainiert man mit Kaia Health?

Bei der multimodalen Therapie gibt es die drei Teile Physio, Psycho und medizinisches Wissen. Im Bereich Physio lernt man mit Videos. Und bei neueren Smartphones kann man sogar die Handykamera verwenden, um sich in Echtzeit kontrollieren zu lassen. Im psychologischen Bereich gibt es zum Beispiel Atemübungen, die man einfach anhören kann und parallel mitmacht. Das medizinische Wissen gibt’s im Moment im Chatbot-Stil. Die App bietet also eine Ergänzung für die Dinge, die der Arzt in der Behandlungszeit nicht unterbringen kann.

Foto: Kaia Health
Foto: Kaia Health

Seit einigen Jahren versucht auch der Staat zum Beispiel mit dem E-Health-Gesetz die Digitalisierung im Gesundheitsbereich voranzutreiben. Was denkst du, wie entwickelt sich dieser Trend weiter?

Ich gehe zum Beispiel davon aus, dass es bald möglich sein wird, digitale Therapien rückzuerstatten. Derzeit sind wir auch Teil eines Projekts mit dem Klinikum „Rechts der Isar“ in München, in dem wir zeigen, dass Kaia einen sehr hohen Mehrwert für die Patienten hat. Und am Ende sind wir dann hoffentlich wie eine Tablette, die der Arzt verschreiben kann und deren Kosten selbstverständlich rückerstattet werden. Dahin muss eine App letztlich kommen, um wirklich Teil des Gesundheitssystems zu werden. Wenn man zulässt, dass digitale Therapien in der Regelversorgung sind, dann sind sie wirklich flächendeckend zugänglich und erstattbar. Ich denke auch, dass es in Zukunft immer mehr Apps geben wird, deren Ziel das Behandeln von Krankheiten ist.

 

Mit einer privaten Krankenversicherung der Allianz können Sie sich selbst von Kaia überzeugen. Erfahren Sie hier mehr darüber, was die Allianz Private Krankenversicherung zu einem echten Partner für Ihre Gesundheit macht.

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5 ganz alltägliche Geräuschquellen: Von der U-Bahn bis zum Laserdrucker

Motorenlärm von der Autobahn, Presslufthammer auf der Baustelle, laute Musik im Club – daran denkt man natürlich schnell, wenn es um Lärm geht. Wie laut schon ein einfaches Gespräch ist und warum Spinning-Stunden im Fitnessstudio besonders anstrengend für unsere Ohren sind, zeigt unsere Liste mit fünf alltäglichen Lärmquellen.
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5 ganz alltägliche Geräuschquellen: Von der U-Bahn bis zum Laserdrucker

Mann steht am U-Bahn Gleis
Foto: © Halfpoint – stock.adobe.com

1. Büro

Im Büro gibt es viele Geräuschquellen. Während die Uhr mit 20 Dezibel wirklich leise tickt, kommt ein handelsüblicher Laserdrucker gut und gerne auf 50 Dezibel. Ein Gespräch unter Kollegen erreicht bis zu 65 Dezibel, bei hitzigeren Debatten werden teilweise sogar bis zu 80 Dezibel gemessen.

2. Kantine

Tatort Kantine: Durchschnittlich 75 Dezibel ergeben Messungen beim Mittagessen in der Firma – damit ist die Kantine etwa gleich laut wie normaler Verkehrslärm. Daneben nimmt sich der Presslufthammer mit 90 Dezibel dann ja schon fast leise aus.

3. Kneipe

Lustigerweise ist es in der Kneipe anscheinend kaum lauter als in der Arbeit: Bei einer Verhaltensstudie, in der es um den Zusammenhang von lauter Musik und Alkoholgenuss ging, wurden in einer Bar bis zu 88 Dezibel gemessen. Geht ja noch. Etwas anderes ist es natürlich bei Konzerten: Da kann es schon mal 110 Dezibel laut werden. Die Schmerzgrenze unserer Ohren liegt bei 120 Dezibel.

4. U-Bahn

Ziemlich schlimm für die Ohren ist U-Bahnfahren – zwischen zwei beliebigen Haltestellen in Berlin betrug der Dauerlärm bei einer Messung 80 Dezibel. An anderen Orten zeigten die Geräte sogar 100 Dezibel an. Zum Glück verbringen wohl die wenigsten von uns längere Zeit im Untergrund.

5. Fitnesstudio

Besonders viel Krach bekommen wir ausgerechnet im Fitnessstudio ab, wo wir doch eigentlich was für unsere Gesundheit tun! Im Gym erreicht die Musik oft gefährliche Lautstärken von 100 Dezibel und mehr – am schlimmsten sind übrigens die Spinning-Stunden. Bei denen werden teils 115 Dezibel gemessen.

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Richtig still wird es selten mal. Selbst auf dem Land droht Lärm: Ein Hahn, der kräht, schafft locker 80 Dezibel. Und selbst im Raum der Stille am Brandenburger Tor in Berlin maßen die Tester noch 28 Dezibel.

Dabei wäre ein bisschen mehr Ruhe wichtig für unsere Ohren, denn Lärm ist eine der Hauptursachen für Tinnitus. Experten zufolge kommt es im Jahr bei zehn Millionen Erwachsenen in Deutschland zu solchen Geräuschen im Ohr.

Wenn auch Sie irgendwann betroffen sein sollten, können Sie als Kunde der Allianz Privaten Krankenversicherung die Tinnitustherapie Online in Anspruch nehmen. Mehr Informationen zu den Vorteilen der Allianz Private Krankenversicherung finden Sie hier.

 

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5 lästige Zeitfresser – und wie man sie umgehen kann

Wenige Sachen nerven so sehr wie Wartezeiten: Gleich morgens auf dem Weg zur Arbeit im Stau, nach der Arbeit im Supermarkt in der Kassenschlange… es ist irre, wie viel kostbare Lebenszeit man mit Warten zubringt. Wir haben überlegt, wie sich zumindest ein paar typische Zeitfresser entschärfen lassen.
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5 lästige Zeitfresser – und wie man sie umgehen kann

Verkehrsstau
Foto: iStock/wastesoul

1. Stau

Wer mit dem Auto fährt, steht in Deutschland durchschnittlich 30 Stunden jährlich im Stau. München lag als verkehrsreichste Stadt 2017 mit 51 Stunden an erster Stelle. Schneller durch den Verkehr kommt man mit dem Rad – und zufriedener ist man damit auch, wie Wissenschaftler herausfanden. Wer lange Wege hat, kann sich vielleicht eine Fahrgemeinschaft organisieren: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Und wenn man sich tageweise mit dem Fahren abwechselt, können die anderen während der Fahrt zumindest schon mal ein paar Sachen am Laptop erledigen.

2. Warteschlangen

Durchschnittlich sechs Stunden im Jahr verbringen wir im Supermarkt an der Kassenschlange. Bei einem Wocheneinkauf sind das jedes Mal gute sechs Minuten. Die kann man sich sparen, wenn man sich den Einkauf nach Hause liefern lässt.

3. Möbelkaufen

Möbelkaufen gehört zu den großen Zeitfressern – wer schon mal samstags in einem Einrichtungshaus war, weiß, wovon die Rede ist. Auch wenn man die Möbel nicht selbst transportiert, sondern liefern lässt, wartet man. Und zwar auf den Lieferdienst, der in seiner Benachrichtigung so lustige Zeitfenster wie „8 bis 12 Uhr“ oder „14 bis 18 Uhr“ angibt. Das erklärt, wieso manche monatelang in einer neuen Wohnung ohne Möbel hausen…

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4. Telefon-Warteschleifen

In Warteschleifen am Telefon verbringt man durchschnittlich 45 Stunden im Jahr. Wie sich das vermeiden lässt? Schreiben Sie eine E-Mail und bitten um Rückruf, wenn es nichts ganz Dringendes ist. Ansonsten stellen Sie den Ton auf laut und wenden sich anderen Aufgaben zu, bis jemand ans Telefon geht.

5. Arztbesuche

Etwa siebeneinhalb Stunden jährlich sitzen Kassenpatienten nach Angaben des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen bei Ärzten im Wartezimmer. Am längsten dauert es beim Orthopäden und beim HNO-Arzt. Privatversicherte kommen normalerweise schneller dran. Mit einer privaten Krankenversicherung der Allianz können Sie außerdem telefonisch den Rat von medizinischen Experten einholen, wenn Sie Gesundheitsfragen haben oder nicht sicher sind, zu welchem Arzt Sie gehen sollen.

Als Kunde der Allianz Private Krankenversicherung sparen Sie zusätzliche Zeit, wenn Sie Ihre Arztrechnungen per App einreichen. Und das Geld fürs Porto auch. Was die Gesundheits-App noch alles bietet, sehen Sie in diesem Video:

 

Informationen, wie Sie die Gesunheits-App nutzen können, finden Sie hier

Erfahren Sie hier mehr über die Vorteile der Allianz Private Krankenversicherung.

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Wie aus Rückenschmerzen eine Geschäftsidee wurde - die Geschichte von Konstantin Mehl.

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Wie aus Rückenschmerzen eine Geschäftsidee wurde - die Geschichte von Konstantin Mehl.

Kaia Health Gründer Konstantin Mehl
Foto: Kaia Health

Konstantin Mehl war gerade mal 22, als er üble Rückenschmerzen bekam. Der Münchner war damals für seinen Master an der Columbia University in New York und ging nebenher oft Tennisspielen – wahrscheinlich etwas zu oft, wie er meint. „Mir ging es so krass schlecht.“ Drüber reden wollte Mehl damals nicht, im Studium sei man dafür ja „zu cool“. Also Tabletten, in rauen Mengen, und Rückenübungen nach dem Training. Aber es half nichts. Die Schmerzen waren kaum auszuhalten und gingen nicht weg.

Dann las Mehl in den USA von einer „multimodalen Schmerztherapie“ und fand den Ansatz interessant: Eine Mischung aus Atemtraining, medizinischem Hintergrundwissen, Physiotherapie und psychologischen Übungen – ohne Medikamente, ohne Operation. Kostenpunkt: Umgerechnet 50.000 Euro, eine Menge Geld. Nach einigen Diskussionen hatte er seine Krankenversicherung in Deutschland davon überzeugt, dass sie die Kosten übernahm. Und nach vier Wochen Behandlung waren die Schmerzen weg.

Mehl ist jemand, der ständig gute Ideen hat. Nach dem Master ging er erstmal nach Berlin und gründete dort einen Lieferdienst – heute bekannt als Foodora. Als Rocket Internet ihm ein gutes Angebot machte, verkaufte Mehl den Dienst. Auch weil er schon wieder neue Geschäftsideen hatte. Eine davon war die Schmerztherapie, die er in den USA gemacht hatte und die ihm seitdem nicht aus dem Kopf gegangen war: Wie könnte man diesen bahnbrechenden, aber teuren Ansatz möglichst „demokratisch“ einer breiten Masse zugänglich machen, fragte sich Mehl?

Zusammen mit seinem Partner Manuel Thurner, mit dem er schon Foodora gegründet hatte, entwickelte Mehl eine ganzheitliche, digitale Therapie gegen Rückenschmerzen – Kaia Health. Ärzte des namhaften „Rechts der Isar“ – der Uniklinik der TU München – stellten Übungen für die App zusammen, die jeder zu Hause machen kann, ohne Aufwand, ohne Geräte. Tag und Nacht. Eine Viertel- bis halbe Stunde Training täglich reichen aus. Der Trainingsplan geht sozusagen mit dem User mit, passt sich dem Fitness- und Schmerzlevel an. Dazu gibt der User etwa an, wie stark seine Schmerzen sind und wie gut er geschlafen hat. Nach drei Wochen haben laut Kaia Health 40 Prozent der User bereits weniger Rückenschmerzen.

Kaia Health auf dem Smartphone
Foto: Kaia Health

Neben dem Rückentraining gehören Entspannungsübungen und ein Chatbot zur App, der Wissen über die Entstehung von Rückenschmerzen vermittelt: Wenn man die Vorgänge im Körper versteht, weiß man besser, wo und wie man mit der Behandlung ansetzen kann. Außerdem ist es hilfreich, besser Bescheid zu wissen, wenn man mit einem Arzt über die Schmerzen und die Behandlung spricht.

„Wenn ich selbst ein Problem hatte, bin ich ein perfekter, kritischer User“, sagt Mehl. Dass er die „pain points“ der Anwendung genau kenne, habe die Entwicklung einfacher gemacht. Langfristig stelle er sich Kaia Health „wie Ibuprofen, bloß als App“ vor – die Therapie solle sich statt Tabletten möglichst breit durchsetzen.

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Die Physiotherapie Online ist einer von vielen Services, die Sie mit einer privaten Krankenversicherung bei der Allianz nutzen können. Erfahren Sie hier, was die Allianz Private Krankenversicherung Ihnen noch alles bietet.

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Wieso bei Krankheiten am meisten die Schilddrüse gegoogelt wird - Antworten einer Ärztin.

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Wieso bei Krankheiten am meisten die Schilddrüse gegoogelt wird - Antworten einer Ärztin.

Ausgerechnet die Schilddrüsenvergrößerung ist die Krankheit, nach der die meisten Leute googeln: Knapp 300.000 Suchanfragen gibt es dazu monatlich. Die Chirurgin Dr. Katrin Schultz hat eine Erklärung dafür. Schultz leitet das interdisziplinäre Schilddrüsenzentrum am St. Hedwig-Krankenhaus in Berlin.

Kleines Organ - große Auswirkungen: Was die Schilddrüse im Körper alles verursachen kann
Foto: Allianz Deutschland AG

Frau Dr. Schultz, wie erklären Sie es, dass die Schilddrüsenvergrößerung online die meistgesuchte Krankheit ist?

Zum einen sind Schilddrüsenprobleme in Deutschland tatsächlich sehr häufig – nahezu die Hälfte der Bevölkerung hat welche. Zum anderen gibt es viele Beschwerden, die man auch mit der Schilddrüse in Verbindung bringen kann: Übergewicht etwa oder Untergewicht, Schweißausbrüche, ein „Kloß“ im Hals. Auch Herzrasen, Bluthochdruck und Nervosität sind Symptome, für die die Schilddrüse verantwortlich sein kann. Weil viele Menschen davon schon mal gehört haben, ist es naheliegend, das Internet zu befragen.

Welche Symptome sind denn noch „normal“ – und wann sollte man den Arzt fragen?

Generell sollte man es abklären, wenn man eine Schwellung, einen tastbaren Knoten, irgendetwas „Störendes“ an der Schilddrüse spürt. Schlimmere Symptome sind etwa eine zunehmende Schluckstörung oder anhaltende Heiserkeit. In den meisten Fällen ist so etwas nicht so schlimm, wie es sich beim Googeln mitunter darstellt. In Deutschland werden jährlich 120.000 Schilddrüsenoperationen durchgeführt – bösartige Tumore der Schilddrüse, sogenannte Schilddrüsenmalignome, sind selten. Sie machen nur ein Prozent aller bösartigen Tumore insgesamt aus. Zudem haben 90 Prozent der Schilddrüsenkrebse eine sehr gute Prognose, sind also gut heilbar.

Was halten Sie davon, wenn Patienten eine Diagnose „googeln"?

Ich finde, das Internet ist ein tolles Medium, um sich zu informieren – gerade auch für die Früherkennung. Und wenn man den Eindruck hat, dass man etwas hat – dann kann man sich belesen, kann nachsehen, wer könnte denn in meiner Stadt ein Ansprechpartner sein? Ich persönlich finde es gut, wenn meine Patienten sich vorab schon informiert haben. Problematisch sind allerdings Fehlinformationen oder falsch verstandene Informationen. Deshalb sollte dann schon das Gespräch mit dem Arzt folgen. Auch, damit die Patienten sich nicht unangemessen große Sorgen machen. Vieles relativiert sich im direkten Gespräch.

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 Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie zum Arzt gehen sollten, können Sie als Versicherter der Allianz Private Krankenversicherung einen besonderen Service nutzen: Unabhängige medizinische Experten beraten Sie am Telefon – rufen Sie einfach über die Allianz Gesundheits-App an. Im direkten Gespräch mit den Experten können Sie klären, ob ein Arzttermin sinnvoll ist. Wenn Sie bereits Kunde sind, klicken Sie hier, um medizinischen Rat zu erhalten.

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